Zum Gegenvorschlag der Kommission: Meilenstein für mehr Natur

Kantonsrat

Die natürliche Vielfalt im Kanton Zürich nimmt stark und rasch ab. Die Kommission Planung und Bau des Kantonrats anerkennt das dringende Problem – und will es mit ihrem Gegenvorschlag zur Natur-Initiative auch lösen.

Der Zürcher Natur geht es schlecht. Innert 30 Jahren verliert der Igel in der Stadt Zürich 40% seines Lebensraums, über 100'000 Vögel weniger leben im Kanton, und die Population der Bachforelle bricht völlig ein. Das sind keine Einzelfälle, die Biodiversität nimmt bei uns allgemein rasch und stark ab. Wollen wir die Natur als unsere Lebensgrundlage erhalten, müssen wir dringend handeln.

Die im Juli 2018 eingereichte Natur-Initiative verlangt genau das: Der Kanton Zürich soll endlich genügend Mittel für die Natur bereitstellt, um den Biodiversitätsverlust zu stoppen. Mehr Blumen in den Wiesen, mehr natürliche Vielfalt in Wald und Siedlungsraum, lebendigere Bäche und Flüsse und vieles mehr machen unsere ökologische Infrastruktur aus. Dafür braucht es dringend mehr Investitionen.

Jetzt präsentiert die Kommission Planung und Bau des Kantonsrats ihren Gegenvorschlag zur Initiative. Dieser anerkennt das Problem und stellt folgerichtig deutlich mehr Geld für die Natur zur Verfügung (siehe Kasten). Bemerkenswert ist, dass der Gegenvorschlag politisch sehr breit getragen wird, und dass es keine Minderheitsanträge zu einzelnen Punkten gibt. Es darf deshalb damit gerechnet werden, dass auch der Kantonsrat dem Gegenvorschlag zustimmt.

Natur hat noch nichts gewonnen

Falls dies eintrifft, stellt das Initiativkomitee den Rückzug der Initiative in Aussicht. Denn dieser Gegenvorschlag ist tatsächlich ein wichtiges Puzzleteil für mehr Natur im Kanton Zürich. Klar ist aber auch: Allein mit der Bereitstellung von mehr Geld hat die Natur noch nichts gewonnen, dazu müssen weitere Puzzleteile hinzugefügt werden. Erstens braucht es dringend mehr Leute, die für die notwendigen Naturschutzprojekte sorgen. Hier ist nochmals der Kanton gefordert, indem er die entsprechenden Stellen schafft.

Zweitens müssen die Projekte auch umgesetzt werden können. Der breite Rückhalt des Gegenvorschlags im Kantonsrat ist diesbezüglich eine starke Botschaft, dass der Erhalt der Biodiversität und damit unserer Lebensgrundlage eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft ist.

Medienmitteilung vom 3. September 2020 zum Gegenvorschlag der Kommission

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